Entwicklung der Eisenbahn

Die ersten Eisenbahnen

Großbritannien gilt als die Geburtsstätte der Eisenbahn. Dort schufen findige Ingenieure die ersten leistungsfähigen Dampflokomotiven. In Kontinentaleuropa begann der Siegeszug der Eisenbahnen etwas später.

Die Eisenbahn in Deutschland

Der erste Personenzug in Deutschland verkehrte im Jahr 1835. Die Strecke führte von Nürnberg nach Fürth und hatte eine Gesamtlänge von sechs Kilometern. Die Strecke verlief geradlinig und hatte keine Kurven. Der erste Güterzug wurde 1836 gebaut. Damals wurde er dazu benutzt, zwei Fässer Bier in einem Waggon zu transportieren. 1837 folgte der Bau der ersten Fernstrecke in Deutschland. Diese führte von Leipzig nach Dresden und war rund 120 Kilometer lang. Dieser Zug gilt außerdem als der erste dampfbetriebene Zug in Deutschland. Auf der Strecke gab es einen Tunnel und eine Brücke. Die Eisenbahnbrücke bei Wurzen wird auch heute noch von Zügen befahren.

Die ersten Eisenbahnen in Österreich

In Österreich gilt die im Jahr 1838 eröffnete Kaiser-Ferdinand-Nordbahn als die erste offizielle Eisenbahnlinie. Diese Bahnstrecke spielte in der Habsburgermonarchie eine wichtige Rolle. 1857 wurde die Südbahn eröffnet, die von Wien nach Triest führte. Zur Zeit der Habsburgermonarchie wurde die Eisenbahn unter dem Namen k.k. Staatsbahn betrieben. Auf der Südbahnstrecke findet sich auch die berühmte Semmeringbahn mit ihren zahlreichen Tunneln. Diese Eisenbahnlinie verbindet die Ortschaften Gloggnitz und Mürzzuschlag.

Die Eisenbahn in der Schweiz

Noch später als in Deutschland und Österreich entstand die Eisenbahn in der Schweiz. In der Eidgenossenschaft wurde die erste Eisenbahn am 9. August 1847 in Betrieb genommen. Diese sogenannte Spanisch-Brötli-Bahn führte auf einer 30 Kilometer langen Strecke von Zürich nach Basel. Dieser Zug fuhr viermal täglich, und die Passagiere waren viele Boten, die in Basel die beliebten spanischen Brötli für ihre Herrschaft in Zürich abholten. Aufgrund dieser Tatsache erhielt der Zug auch den passenden Namen Spanisch-Brötli-Bahn. 1852 wurde das Eisenbahngesetz verabschiedet, das den Startschuss für den Bau weiterer Eisenbahnen durch die ganze Schweiz gab.

Ähnlich wie in Europa verlief die Entwicklung der Eisenbahn auch in Nordamerika. Dort bauten Eisenbahngesellschaften Zugstrecken quer über den Kontinent bis nach Mexiko im Süden und Kanada im Norden. In Quincy im US-Bundesstaat Massachusetts wurde 1826 die erste Eisenbahnstrecke eröffnet. In den USA setzte man nicht nur auf Dampflokomotiven, sondern später vor allem auf moderne Diesellokomotiven. Auch das Design der Züge wurde modernisiert. So gab es bereits 1930 in den USA moderne stromlinienförmige Eisenbahnzüge.

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